Ersatzteile selber produzieren

Ein Ersatzteil fehlt? Einfach ausdrucken – fertig

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Es ist schon hin und wieder sehr ärgerlich – an einem Produkt ist lediglich eine Kleinigkeit defekt, doch das Ersatzteil kostet fast so viel wie eine Neuanschaffung. Und wer kennt es nicht – das defekte Teil ist winzig klein, doch als Ersatzteil ist es nur mit dem ganzen Drumherum erhältlich. Das ist frustrierend, doch glücklicherweise greift die technische Innovation stetig um sich.

3D-Drucker sind mittlerweile sicher jedem ein Begriff. Waren es einst Geräte für echte Technik-Freaks, wandelten sie sich zu Maschinen für die Allgemeinheit. Ganz besonders, wenn es um Ersatzteile geht, zeigen 3D-Drucker ungeahnte Talente und zaubern mühelos einerseits das Ersatzteil und andererseits ein Lächeln ins Gesicht desjenigen, der das Ersatzteil benötigt.

Ersatzteile mit einem 3D-Drucker selber fertigen

In nahezu jedem Bereich des täglichen Lebens gibt es Produkte, die durch Verschleiß oder sonstiges Ungemach abbrechen, deformieren oder aus sonstigen Gründen kaputt gehen.

Dabei kann es sich um ein kleines Zahnrad eines mechanisch angetriebenen Spielzeugs handeln oder um eine Halterung an einem tragbaren elektrischen Gerät.

Vielleicht ist das Verbindungsstück des Staubsaugerrohrs gebrochen oder in der Spülmaschine mag einer der Drehflügel nicht mehr so recht, weil ein Stück der Verbindung abhanden kam.

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Es gibt für einen 3D-Drucker – auch im privaten Bereich – genug zu tun.

Letztendlich gibt es nahezu fast nichts, was nicht mit der Technologie eines 3D-Druckers umgesetzt werden kann, zumindest, wenn es um kleinere Ersatzteile aus Kunststoff geht.

Eine komplette Auspuffanlage für das Auto wäre zwar sicher machbar, aber nicht mit einem 3D-Drucker für Privatanwender, abgesehen von dem Material. Dafür können sich die freuen, die einen betagten fahrbaren Untersatz ihr eigen nennen.

Wie schwer ist es doch, Plastik-Ersatzteile für einen Oldtimer zu ergattern. Da kommt doch die Technologie des 3D-Druckes gerade recht.

Die Funktionsweise eines 3D-Druckers

Der 3D-Drucker erhält seine Aufgabe durch ein spezielles Programm und er beginnt damit, Kunststoff im Druckkopf zu erhitzen. Nun setzt er wie gewünscht Schicht für Schicht aufeinander (durch den Extruder), bis das befohlene Produkt langsam Formen annimmt.

Der 3D-Drucker nutzt Kunststoffdraht von der Spule, allerdings eignet sich nicht jeder Kunststoff für jedes Produkt. Wer mit einem nicht hitzebeständigen Kunststoff das Gehäuse des Babyfläschchens produziert, darf dieses Produkt anschließend nicht einmal in die Spülmaschine stellen – es würde schmelzen. Abgesehen davon, dass für Produkte, die der Nahrungsaufnahme dienen, auch nur lebensmittelechter Kunststoff verwendet werden sollte.

Die Leistungskurve eines 3D-Druckers

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Mittlerweile gibt es zwar schon sehr gute bezahlbare 3D-Drucker auf dem Markt.

Doch um Ersatzteile zu drucken, ist oft feine, filigrane Arbeit notwendig. Das bedeutet, dass sich der Interessent genau mit der Thematik auseinandersetzen sollte.

Um es an einem Beispiel zu verdeutlichen: Günstige Geräte lassen sich oft nur über einen Computer bedienen. Da das Drucken eines Ersatzteils eine ganze Weile dauert, sind die Chancen hoch, dass der PC in den Ruhemodus geht oder gar abstürzt. Der angefangene Druck ist somit hinüber. Besser wäre also ein Gerät, das über eine externe Datenquelle betrieben werden kann. Zudem sollte auf die Anzahl der Druckköpfe geachtet werden. Bei einem 3D-Drucker mit bis zu vier Druckköpfen ist es möglich, verschiedene Kunststoffe zu verarbeiten – gerade im Ersatzteil-Segment ein unschlagbarer Vorteil.

[Bildrechte liegen bei www.flickr.com/photos/creative_tools/]